Begegnen Sie dem japanischen Stararchitekten Sou Fujimoto. Von minimalistischen Wohnkonzepten bis hin zu ganzen Städten entwirft er eine radikal andere Welt – und eine neue Existenzform für den Menschen.
Wenn Sie ein Bauwerk von Sou Fujimoto sehen, besteht kein Zweifel daran, wer dahintersteht.
Der international anerkannte japanische Architekt hat einen stark konzeptuellen und künstlerischen Ansatz zur Architektur. Seine minimalistischen Gebäude wecken Vorstellungen von einer radikal anderen Welt und einer neuen Existenz für den einzelnen Menschen.
Eine Existenz, in der die Architektur neue Zusammenhänge zwischen Mensch, Kultur und Natur schafft. Genau das beschreibt Fujimoto selbst als eine Primitive Future.
In der Ausstellung Primitive Future – Everything is circulating kommen Sie Sou Fujimotos revolutionären Bauwerken ganz nahe. Und Sie kommen einer Vision einer architektonischen Zukunft näher, die so inspirierend, hoffnungsvoll und wunderbar ist, dass man sie schützen möchte.
Betreten Sie eine Traumzeichnung
Eine dreidimensionale Traumzeichnung windet sich durch die Ausstellung und offenbart Sou Fujimotos Philosophie vom Boden bis zur Decke.
Diese Traumzeichnung trägt den Titel Everything is Circulating und wurde aus einem 500 Meter langen, handgebogenen Draht geschaffen, der im Raum schwebt. Eine dreidimensionale Handzeichnung im Großformat.
Der spielerische Drahtstrich zeigt einen geschlossenen Kreislauf aus Menschen, Gebäuden, Landschaften und Infrastruktur.
Und er drückt einen unerschütterlichen Optimismus für eine 'primitive Zukunft' aus, in der das Natürlichste und das absolut Futuristische in einem größeren Zusammenhang erscheinen.
Treten Sie ein in Fujimotos Zeichnungswerk. Erleben Sie seine markanten Bauwerke in Filmen und in riesigen Büchern, die seine Projekte in Wort und Bild zeigen. Und Sou Fujimoto fordert Sie heraus, Ihre eigenen Utopien mitten in der Ausstellung zu entwerfen.
Kann man eine Bibliothek aus Heftklammern bauen? Oder aus Skuresvampe? Im untenstehenden Video erzählt Sou Fujimoto, was passiert, wenn man die Hände bauen lässt – und den Kopf ausschaltet. Und das ist tatsächlich ziemlich magisch.
Sou Fujimoto (geboren 1971) wuchs auf der japanischen Insel Hokkaido auf, wo er ein starkes Interesse an der Natur entwickelte. Später studierte er Architektur an der Universität Tokyo, in der bevölkerungsreichsten Metropole Japans.
Damit war der Grundstein gelegt für Fujimotos Designphilosophie, die auf dynamische Weise Natur und Architektur miteinander verschmelzen lässt. Seine Arbeit ist geprägt von leichten, skulpturalen Strukturen und einer starken Synergie zwischen Innen- und Außenraum.
Fujimotos Werke reichen von privaten Wohnhäusern über öffentliche Institutionen bis hin zu Ausstellungspavillons auf der ganzen Welt. Für seine Arbeit hat er zahlreiche Preise und Anerkennungen erhalten, darunter eine Nominierung für den renommierten Pritzker-Architekturpreis im Jahr 2013. Auf der globalen Bühne gilt er als einer der einflussreichsten Architekten seiner Generation.
"So wild und fantasievoll eine Idee auch sein mag, ist es wichtig, daran zu glauben, dass sie eines Tages Wirklichkeit werden kann. Eine solche Überzeugung kann zu einer starken Energiequelle für große Architektur werden. Selbst wenn sie niemals realisiert wird, dürfen wir nicht Opfer von Pessimismus werden, sondern müssen weiter daran glauben, dass unsere Fantasie eines Tages in irgendeiner Form Früchte tragen wird."
Im Jahr 2000 gründete er sein eigenes Architekturbüro, Sou Fujimoto Architects, in Tokio und später, im Jahr 2016, Sou Fujimoto Atelier Paris in Paris, Frankreich. Damit hat sich Sou Fujimoto als eines der führenden Büros im Bereich der innovativen und experimentellen Architektur etabliert.
Sou Fujimoto Architects hat internationale Anerkennung erlangt und wurde mit mehreren Preisen und Auszeichnungen geehrt. Das Büro ist besonders bekannt für eine Reihe radikaler und minimalistischer Wohnkonzepte, deren weltweite Fangemeinde Tokio auf der Suche nach Fujimotos außergewöhnlichen Projekten durchkämmt.
"Er gehört zur Superliga der Architekten. Jetzt stellt er im 'Paris des Nordens' aus – und es ist den Besuch wert."
"Der Weg in der unendlichen Linie des Architekten ist ein großes und außergewöhnliches Erlebnis, das unmittelbar und von allen Besuchenden erfasst wird."